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Mega Trends 2022: Beschleunigter Wandel in der institutionellen Geldanlage

Während viele Trends auf die Zukunft des institutionellen Investierens einwirken, haben drei Schlüsselfaktoren erhebliche Auswirkungen auf die Asset Manager. Dies erörtern führende Vertreter von Northern Trust gegenüber Finews.

 

1. Wachstum von alternativen und digitalen Anlagen

Da alternative Anlagen Marktanteile gewinnen, wird dieser Umstand auch inskünftig traditionelle Marktakteure tangieren. Das Gleiche gilt für den Aufstieg digitaler Anlagen, welche eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, aber auch Komplexitäten für institutionelle Anleger mit sich bringen.

Laut der Global Pension Assets Study 2021 des Thinking Ahead Institutes hat sich die Vermögensallokation globaler institutioneller Anleger bei Immobilien, Private Equity und Infrastruktur innerhalb von 20 Jahren von etwa 7% auf über 26% erhöht1.  Innerhalb des Bereichs der alternativen Anlagen sind es die Privatmarktanlagen, die das grösste Wachstum verzeichnen und Ende letzten Jahres voraussichtlich 8 Bio. USD erreicht haben2. Dabei haben die Investoren heute viele Anlageklassen im Blick – von Private Equity über Private Debt, Immobilien oder Infrastruktur bis hin zu ESG-orientierten Anlagen und Nachhaltigkeits-Investitionen sowie Impact Investments.

Institutionelle Anleger haben gezeigt, dass sie bereit sind, mehr Risiken einzugehen, um Renditen zu erzielen.

«Bargeld ist eine schreckliche Sache, besonders in einem inflationären Umfeld. Jeder Asset Manager und Wertschriftenbesitzer sucht weiter oben im Risiko- und Liquiditätsspektrum, um das jeweils erwünschte Anlageprofil zu generieren. Das führt sie oftmals in den Bereich der alternativen Anlagen», sagt Paulin.

Zu den prominenten Wertschriften-Besitzer, die ihren Marktanteil an alternativen Anlagen erhöhen, gehört auch CalPERS. Das Unternehmen kündigte an, sein Private Equity Portfolio von 8% auf 13% zu erhöhen – dies bei einem Gesamtvermögen von rund 25 Mrd. USD3. Die Los Angeles County Employees Retirement Association mit ihren 75 Mrd. USD an verwalteten Vermögenswerten hat ihr Private-Equity-Ziel im Portfolio ebenfalls deutlich angehoben, von 10% auf 17%4

«Privatmarktanlagen bieten Diversifikation, hohe Renditen und Zugang zu einer Vielzahl von neu entstehenden nachhaltigen Anlagemöglichkeiten», sagt Pickett.

Sie unterstreicht dabei den Trend zur zunehmenden Digitalisierung bei der Verwaltung von alternativen Anlagen, der Wertschriftenbesitzern den Zugang zu Privatmarktanlagen erleichtert.

Im vergangenen Jahr hat Northern Trust mehrere wichtige Initiativen für institutionelle Investoren mit Fokus auf alternative Anlagen gestartet. Diese reichen von der Verbesserung des Datenumfangs (sowohl hinsichtlich Spektrum als auch Tiefe), über die Steigerung der Effizienz und Transparenz bis hin zur Nutzung von künstlicher Intelligenz, um unstrukturierte Daten aus Dokumenten über alternative Anlagen zu extrahieren sowie der Entwicklung von maschinellem Lernen für die digitale Dokumenterfassung5.

«Privatmarktanlagen sind traditionell schwierig zu verwalten und zu pflegen, aber Wertschriften-Verwalter nutzen neuste Technologien und digitale Entwicklungen, um im Zusammenhang mit diesen Anlagen ein besseres Verständnis für Performance, Liquidität und Risikobetrachtungen zu entwickeln. Unternehmen aus dem Bereich der asset servicing Anbieter sind daran, eine Vielzahl von digitalen Lösungen zu entwickeln, um dies zu unterstützen», so Pickett weiter.

Investoren sehen digitale Vermögenswerte an sich als grosse Chance, was sich denn auch auf die Asset Manager auswirkt. Asset Managern, die sich nicht auf die Zunahme digitaler Anlagen im Jahr 2022 einstellen, laufen Gefahr, beim Wachstum dieser Anlageklasse ins Hintertreffen zu geraten. Sieben von zehn institutionellen Anlegern gehen davon aus, dass sie in Zukunft digitale Vermögenswerte kaufen oder in sie investieren werden, und mehr als 90% derjenigen, die sich für digitale Vermögenswerte interessieren, erwarten, dass sie in den nächsten fünf Jahren ihr eigenes Portfolio oder jene ihrer Kunden mit entsprechenden Wertschriften bestücken werden – so die Fidelity Digital Assets 2021 Institutional Investor Digital Assets Study6.

«Die Reise beginnt wahrscheinlich gerade erst, aber jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, wie sich der Aufstieg digitaler Vermögenswerte auf Portfolios und Geschäftsmodelle auswirken kann», erwähnt Chapman.

Er hebt hervor, dass das Wachstum digitaler Vermögenswerte – zu denen Kryptowährungen, Stablecoins, digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) und digitale Token gehören – auch durch das Wachstum der digitalen Infrastruktur unterstützt wurde, beispielsweise durch neue Initiativen von Zentralverwahrstellen (CSDs).

Digitale Vermögenswerte fördern auch das Wachstum und die Entwicklung von Privatmarktanlagen. Northern Trusts Distributed-Ledger-Technologie-Plattform für die Verwaltung von Private-Equity-Vermögenswerten – sie wurde 2019 an Broadridge Financial Solutions übertragen – war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer branchenweiten PE-Blockchain, die allen involvierten Parteien Einblicke und Transparenz in Echtzeit bietet7. Für jene institutionellen Anleger, die derzeit nicht in Private Equity investieren können, etwa weil es keine tägliche Bewertung gibt, bedeuten diese Entwicklungen, dass sich der Markt bald auch für sie öffnen könnte.

Darüber hinaus unterstützen digitale Vermögenswerte die Entwicklung der ESG-Governance. «Alle neuen Ökosysteme und Emissionen digitaler Vermögenswerte werden mit Blick auf die ESG-Governance aufgebaut. Es wird immer einfacher werden, jene Daten zu erfassen, welche für fundierte Entscheidungen in diesem Bereich erforderlich sind», sagt Chapman.

Weitere Treiber sind seiner Meinung nach die regulatorischen Anforderungen. Die Regulierungsbehörden, die in der Vergangenheit Schwierigkeiten hatten8, mit den digitalen Entwicklungen Schritt zu halten, arbeiten an neuen Rechtsvorschriften, die in den nächsten Jahren implementiert werden sollen. «Wir beginnen, mehr Klarheit über die regulatorischen Anforderungen in diesem Bereich zu bekommen. 2022 werden sich die Vorschriften weiter entwickeln, und sowohl Asset Manager als auch Wertschriftenbesitzer werden anfangen müssen, moderne Lösungen einzusetzen», sagt Chapman.

Das Wachstum von alternativen und digitalen Anlagen verändert die Wettbewerbslandschaft für Asset Manager. Managern, die Marktanteile an Anbieter alternativer Anlagen verloren haben, müssen ihr Leistungsversprechen überdenken, während diejenigen, die sich nicht auf digitale Anlagen einlassen, es schwer haben werden zu konkurrieren – dies nicht nur mit ihren derzeitigen Konkurrenten, sondern auch mit neu entstehenden Marktteilnehmern.

«Ich denke, dass Privatmarktanlagen in naher Zukunft fast 50% des verfügbaren Kapitals anziehen könnten. Die Anlageklasse Private Equity mag weniger als 20% des Vermögens­anteils ausmachen, aber Privatmarktanlagen werden daran die Hälfte ausmachen. All dies dürfte auf Kosten der aktiven Strategien geschehen», meint Paulin.

2. Kostenmanagement in Fokus

All diese Aktivitäten haben auch Auswirkungen auf die Kosten. Ein verstärktes Augenmerk auf das Kostenmanagement ist folglich das zweite Thema, mit dem sich die Asset Manager in diesem Jahr auseinandersetzen müssen.

Die Firmen stehen schon seit einigen Jahren unter Kostendruck. Das globale Beratungsunternehmen Oliver Wyman schätzt, dass die durchschnittlichen Ertragsmargen traditioneller Asset Manager zwischen 2015 und 2020 um 5% pro Jahr gesunken sind9.  An anderer Stelle hebt die Boston Consulting Group hervor, dass die Asset Manager zwar in der Lage waren, das Vermögen im Jahr 2020 um 11% zu steigern, sodass das Jahr mit einem Total von 103 Bio. USD beendet werden konnte. Allerdings stagnierte die Rentabilität im Vergleich zum  Jahr 2019 weitgehend, da die Kosten und der Druck auf die Verwaltungs­gebühren die operativen Gewinne bei etwa 34% der Nettoeinnahmen hielten10.

«Die Wertschöpfung der Branche ändert sich, und 2022 könnte ein Jahr des Übergangs werden. Die Rentabilität des Finanzsektors hat sich vom Vermögenswachstum abgekoppelt. Steigende Zinssätze könnten die bisher anerkannten Gewissheiten verändern. Wir könnten erleben, dass der Schwerpunkt auf der Performance liegt und nicht auf dem blossen Leistungsversprechen, dass Alpha vor Beta kommt, Value vor Growth, Smallcap vor Largecap, aktiv vor passiv und die Welt vor den Vereinigten Staaten. Dies ist Wandel, und die ESG-Integration fügt eine weitere Ebene von Kosten und Komplexität hinzu. Die Möglichkeit für Asset Manager, den Kostendruck zu umgehen, besteht nicht mehr, und als Folge davon sehen wir radikale Veränderungen in den Geschäftsmodellen», erläutert Paulin.

Die UBS schätzt, dass sich der Gesamtbetrag, der weltweit für ESG-Daten und entsprechende Informationsdienstleister ausgegeben wird, mehr als verdoppeln wird und im Jahr 2025 etwa 5.1 Mrd. USD ausmachen könnte. Im Juni 2020 waren es noch rund 2.2 Mrd. USD11.  Andere Analysten verweisen auf die steigenden Kosten für Stewardship, Engagement-Aktivitäten und die Einhaltung von ESG-Vorschriften.

Mit den Kosten als Treiber erlebt die Asset-Management-Industrie erhebliche Veränderungen bei den Geschäftsmodellen. Die Dichotomie in Beta (grössere Asset-Management-Unternehmen) und Alpha (kleinere Asset Manager bzw. Nischenanbieter) schreitet weiter voran, wobei kleinere und mittelgrosse Verwalter vermehrt Schwierigkeiten bekunden, sich zu definieren. BlackRock beispielsweise wurde 2020 der erste öffentliche Asset Manager, der 2021 ein verwaltetes Vermögen von 10 Bio. USD überschritt12, während Vanguard das Jahr mit Assets under Management von 8.4 Bio.  USD abschloss13. Trotz ihrer Grösse mussten beide Giganten ihre Gebühren senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Vanguard will seine Gebühren bis 2025 um 1 Mrd. USD senken14, während BlackRock die Gebühren für zwei börsengehandelte Obligationen-ETFs mit einem Gesamtvermögen von 34.6 Mrd. USD senkte15 und die Gebühren für acht ETFs mit einem Gesamtvermögen von 14 Mrd. USD um bis zu zehn Basispunkte reduzierte16

Paulin glaubt, dass die grossen Asset Manager bis 2022 weiter wachsen werden, insbesondere weil sie angesichts des Gebührendrucks und des Preiswettbewerbs ihre Kosten für passive Produkte senken. Im Gegensatz dazu dürften Nischenanbieter, die sich über Research, Duration und ESG-Faktoren definieren, mit hochkonzentrierten Alpha-Strategien Marktanteile hinzugewinnen. Dies wird seiner Meinung nach weiterhin die Mitte verdrängen.

«Keine Firma möchte ein Szenario mit einem Drawdown (Volumenrückgang) von 30% erleben ohne Möglichkeit einer Anpassung der Kostenbasis. Die einzige Möglichkeit, Kosten einzusparen, würde dann darin bestehen, fixe Infrastrukturen von anderen Firmen zu mieten. Auf diese Weise lassen sich Margenstabilität, Flexibilität bei Veränderungen und uneinge­schränkter Handel wieder in das Geschäftsmodell einbringen», schlägt er vor.

Paulin glaubt weiter, dass es in der Branche zu einer Entkopplung von Alpha und Produkt-Management kommen wird, indem sich die Asset Manager auf ihre Anlagefähigkeiten konzentrieren und Implementierungskosten auslagern, um Skalenerträge zu erzielen.

3. Datenanalyse steht ganz zuoberst

Die zunehmende Bedeutung der Datenanalyse ist ein Faktor, dessen sich sowohl Asset Manager als auch Wertschriften-Besitzer sehr bewusst sind. Beide Akteure erkennen, dass der so genannten Data Science die Zukunft gehört, und sie gehen sie auf gemeinsame Weise an17.

Laut Northern Trusts weltweiter Umfrage «The Art of Alpha» mit mehr als 300 beteiligten Asset Managern aus dem Jahr 2021 versuchen 98% der angefragten Firmen, Data Science einzusetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und das Unternehmen für die Zukunft zu positionieren. 

Asset Manager machen sich die Stärken von Big Data und Artificial Intelligence zunutze, um die Anlageprozesse zu verbessern und eine aufschlussreiche Portfolio-Konstruktion herzuleiten. Künstliche Intelligenz ermöglicht überdies den Zugang zu alternativen Datenquellen sowie die Gewinnung von Erkenntnissen aus grundverschiedenen und unstrukturierten Datensätzen.

«Die Daten, die wir erheben und nutzen, nehmen weiter zu. Und weil die Verfügbarkeit steigt, wird eine der Herausforderungen für Asset Manager darin bestehen, die «goldene Quelle» für Daten zu finden. 2022 wird es noch keine Definition darüber geben, was «gute Daten» sind, aber mit dem Auf- und Ausbau von Plattformen wird es klarer werden, woher ergiebige Quellen in Zukunft kommen werden», bemerkt Chapman.

Er weist darauf hin, dass das Wachstum der digitalen Infrastruktur die Nutzung von Data Science nur fördert. Die Tokenisierung zum Beispiel schafft neue intelligente Datenpunkte und Erkenntnisse, die vorher nicht möglich waren.

Es gibt jedoch noch mehr zu tun. Während 57% der Befragten in der Northern Trust-Umfrage angaben, dass ihre Datenstrategie den Einsatz einer zentralen Plattform für die Konsolidierung von Investment-Daten vorsieht, gab fast die Hälfte der Unternehmen (48%) zu, dass sie das Niveau der Anlagekompetenz immer noch qualitativ messen, indem etwa Belege für die richtige oder falsche Entscheidungsfindungen analysiert werden18

Ausserdem sind nur wenige Firmen mit ihrer derzeitigen Dateninfrastruktur vollkommen zufrieden. Laut einer Nasdaq-Umfrage19 verlassen sie sich bei der Bereitstellung von Datenlösungen zunehmend auf Drittanbieter.

Treiber der Veränderungs-Agenda

Es gibt eindeutige Entwicklungen, welche den professionellen Investment-Sektor vorantreiben – etwa die Konzentration auf neue Produkte und Fertigkeiten, der Fokus auf das Kosten­management, das Wachstum von Data Science, die Konzentration auf Kernkompetenzen oder die Beobachtung, dass sich Wertschriftenbesitzer zusammenschliessen, um zu kooperieren und ihre Muskeln spielen zu lassen. Keines dieser Themen ist besonders neu, aber sie beschleunigen sich. Das Jahr 2022 wird sowohl für Wertschriftenbesitzer als auch für Asset Manager herausfordernd, aber es dürfte auch Wachstums- und Entwicklungs­möglichkeiten bieten.

Im laufenden Jahr wird es darum gehen, die wichtigsten thematischen Triebkräfte des Wandels zu modellieren und bessere Lösungen für die Branche zu entwickeln, so die Schlussfolgerung von Chapman, Paulin und Pickett.

 


1 https://www.thinkingaheadinstitute.org/content/uploads/2021/02/GPAS__2021.pdf
2 https://www.schroders.com/id/media-relations/newsroom/insights/private-assets-4.0-the-opportunities-in-2022/
3 https://www.institutionalinvestor.com/article/b1vqmjx5wnv2vq/CalPERS-is-Turning-to-Private-Equity-and-Leverage-to-Boost-Returns-and-Reduce-Risk-Will-It-Work#:~:text=As%20a%20part%20of%20the,to%20push%20further%20into%20privates.
4 https://www.wsj.com/articles/retirement-funds-bet-bigger-on-private-equity-11641810604#:~:text=U.S.%20pension%20funds'%20private%2Dequity,about%20%24300%20billion%20in%202018.
5 https://www.northerntrust.com/united-kingdom/pr/2021/data-extraction-alternative-asset-documentation#:~:text=CHICAGO%20%E2%80%93%20As%20part%20of%20its,actionable%20for%20asset%20owner%20clients;
https://www.northerntrust.com/pr/2021/machine-learning-module-for-asset-owner;
https://www.northerntrust.com/pr/2021/enhances-digitization-of-unstructured-data;
https://www.northerntrust.com/pr/2021/alternative-asset-servicing-digitization-initiative
6 https://www.fidelitydigitalassets.com/bin-public/060_www_fidelity_com/documents/FDAS/2021-digital-asset-study.pdf
7 https://www.northerntrust.com/pr/2019/northern-trust-to-transfer-pe-blockchain-technology-to-broadridge
8 https://www.ft.com/content/c997d3d6-8998-449b-991e-d7798dde32a0
9 https://www.ft.com/content/9a7a59e4-039a-4f17-86ba-e64e060493f4
10 https://web-assets.bcg.com/e2/d1/e3de3ed0408ba1b0f269f33d4d97/bcg-global-asset-management-2021-jul-2021.pdf
11 https://www.fnlondon.com/articles/asset-managers-should-brace-for-enormous-risk-of-esg-costs-20210316
12 https://www.bloomberg.com/news/articles/2022-01-14/blackrock-s-assets-pass-10-trillion-for-the-first-time
13 https://www.ft.com/content/c4268dd8-7c5b-4821-8079-be53c35fb5d0
14 https://www.ft.com/content/c4268dd8-7c5b-4821-8079-be53c35fb5d0
15 https://www.ft.com/content/c4268dd8-7c5b-4821-8079-be53c35fb5d0
16 https://www.ft.com/content/572e86cd-20cd-427d-9836-fc6376a54b6c
17 https://www.northerntrust.com/pr/2021/managers-incorporate-data-science-optimize-investment-performance
18 https://www.northerntrust.com/pr/2021/managers-incorporate-data-science-optimize-investment-performance
19 https://www.institutionalinvestor.com/article/b1vqmkxkyzf4lb/Asset-Managers-Use-More-Data-Than-Ever-But-Still-Struggle-to-Manage-It

Justin Chapman

Executive Vice President, Global Head of Digital Assets and Financial Markets

Melanie Pickett

Head of Asset Owners, Americas

Gary Paulin

Head of Global Strategic Solutions

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