Skip to content
    1. Alternative Managers
    2. Consultants
    3. Corporations
    4. Family Offices
    5. Financial Advisors
    6. Financial Institutions
    7. Individuals & Families
    8. Insurance Companies
    9. Investment Managers
    10. Nonprofits
    11. Pension Funds
    12. Sovereign Entities
    13. View All
  1. Contact us
  2. Search
  3. Client LoginClient Login

Subscribe to Asset Servicing & Fintech Insights

Discover more information in our monthly publication, the AXIS newsletter, including industry trends, product innovation, Fintech and more from our team of experts.

Entmystifizierung der Absicherungs-Strukturen für Langlebigkeitsrisiken

Da die Lebenserwartung weiterhin steigt, legt Mark Austin dar, wie Pensionsfonds Langlebigkeitsrisiken mittels komplexer Sicherheitenstrukturen steuern können.

Da die Lebenserwartung immer weiter steigt, versuchen Pensionskassen in ganz Europa zunehmend, einen Teil ihrer Verbindlichkeiten durch den Abschluss einer Vereinbarung mit einem Versicherer abzusichern1. Diese Vereinbarungen werden in der Regel über Absicherungs-Strukturen getätigt, die in der Handhabung oftmals komplex sind. Das müssen sie aber nicht sein. Die Verwaltung von Sicherheiten / Collateral zur Absicherung von Langlebigkeitsrisiken kann durch eine frühzeitige Integration, akribische Vorbereitung und Beteiligung aller Parteien im Projektlebenszyklus vereinfacht werden, so Mark Austin, Leiter des Bereichs Asset Owners bei Northern Trust in Grossbritannien sowie Vorsorge- und Versicherungs-Experte für Europa.

Stellen Sie sich vor, Sie müssen Ihre Langlebigkeitsrisiken an eine Versicherungs­gesellschaft übertragen, etwa im Rahmen einer umfassenderen Strategie zur Risikoreduktion. In der Regel wird bei dieser Art von Transaktionen eine besicherte Konstruktion appliziert, um die Ziele zu erreichen. Das Geschäft ist jedoch sehr komplex und es gibt verschiedene involvierte Parteien. Sie werden auf eine Vielzahl von Beratern, Versicherungsmathematikern und Rechtsberatern stossen, die Ihnen helfen, die Übertragung auf einen Versicherer zu erleichtern. Ihr Spezialist für Absicherungen unterstützt Sie ebenfalls, um die Dinge reibungslos ablaufen zu lassen. Letztendlich wird das Projekt von zahlreichen Fachleuten betreut, und Sie als Beteiligter finden sich möglicherweise in der Mitte des Prozesses gefangen.

Egal, ob Sie Verwalter, Stiftungsrat oder Berater einer Vorsorgeeinrichtung sind, die Absicherungs-Strukturen sind komplex zu handhaben. In diesem Papier wird untersucht, wie Ansätze zur Absicherung der Langlebigkeit funktionieren, um den Risikotransfer zu unterstützen. Dabei werden die verschiedenen Komponenten aufgeschlüsselt, um einerseits den Prozess zu entmystifizieren und anderseits die involvierten Parteien optimal begleiten zu können.

EINFÜHRUNG IN ABSICHERUNGS-STRUKTUREN

Generell werden Sicherheiten eingesetzt, um das Gegenparteirisiko zu mindern. Dies geschieht insbesondere bei Rückversicherungs-Vereinbarungen, bei denen die Gefahr besteht, dass etwas schief geht und der Verwalter einer Vorsorgewerks nicht gegen den Verlust von Vermögenswerten abgesichert ist – oder falls der Versicherer seine Provision nicht erhalten hat. Sie sind wie Schwimm­westen unter den Sitzen in Flugzeugen. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass Sie sie jemals brauchen werden, aber sie sind notwendig.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Vorsorgeeinrichtungen, ihr Risiko mit Hilfe eines Versicherers zu verringern. Eine davon ist ein «Buy-in», bei dem ein bestimmter Teil des Risikos einer Pensionskasse auf eine Versicherungsgesellschaft übertragen wird. Bei diesem Ansatz hält das Vorsorgewerk eine Versicherungspolice, welche diese Transaktion abbildet. Die Pensionskasse zahlt wie bis anhin weiterhin die Renten an ihre Versicherten. Eine zweite Option, das so genannte «Buy-out», geht noch weiter und beinhaltet die Übertragung des gesamten Risikos auf den Versicherer, der dann auch die volle Verantwortung für alle Verbindlichkeiten der Pensionskasse übernimmt. Eine dritte Option – dies ist der Schwerpunkt des vorliegenden Papiers – konzentriert sich ausschliesslich auf den Transfer bzw. die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos.

WAS VERSTEHT MAN UNTER LANGLEBIGKEITSRISIKO?

Im Grunde handelt es sich dabei um das Risiko, dass die in einem Vorsorgewerk angeschlossenen Personen länger leben, als es die Finanzierungspläne auf Basis der so genannten «Sterbetafeln» vorsehen. Eines der Hauptrisiken für Unternehmen diesbezüglich ist die steigende Lebenserwartung der Rentner und die Sicherstellung einer ausreichenden Finanzierung, um die laufenden Zahlungen leisten zu können. Das Langlebigkeitsrisiko wird häufig von einer Vorsorgeeinrichtung auf eine Versicherungsgesellschaft übertragen, die ihrerseits wiederum einen Teil oder das gesamte Risiko an eine Rückversicherungsgesellschaft weitergibt. Das wichtigste Finanzinstrument, das zu diesem Zweck eingesetzt wird, ist der so genannte «Langlebigkeits-Swap». Dabei tauschen zwei Parteien Zahlungen auf der Grundlage von Schätzungen darüber aus, wie hoch die Beträge für einen bestimmten Zeitraum auf der Grundlage des Altersprofils der Rentner sein dürften. So leistet die Pensionskasse fest vereinbarte Zahlungen an den Swap-Anbieter (beispielsweise eine Versicherungsgesellschaft). Der Swap-Anbieter wiederum leistet variable Zahlungen an das Vorsorgewerk, um die Verpflichtungen gegenüber seinen Rentnern zu erfüllen, solange diese leben. Wenn die Zahlungen letztendlich den Bedarf des Vorsorgewerks nicht decken, wenn also die Mitglieder länger leben als erwartet, muss die Versicherungsgesellschaft den Fehlbetrag ausgleichen, um das Risiko des Vorsorgewerks zu decken.

VERSTÄNDNIS VON ABSICHERUNGSANSÄTZEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM LANGLEBIGKEITSRISIKO

Pensionskassen nutzen Absicherungsansätze, um sich gegen das Langlebigkeits­risiko abzusichern, und zwar aus verschiedenen Gründen – etwa wegen des Profils und der Finanzausstattung des jeweiligen Vorsorgewerks. Wie erwähnt, können Profil und das Alter der Mitglieder in einer Pensionskasse zu Bedenken führen, ob man ausreichend kapitalisiert ist, um in der Zukunft die erforderlichen Zahlungen leisten zu können. Hinzu kommen wirtschaftliche und inflationäre Faktoren, welche die Bilanz der Pensionskasse im Lauf der Zeit aushöhlen könnten. Darüber hinaus sind sowohl die Beitragszahler als auch die Verwalter der Pensionskasse aufgrund gesetzlicher Bestimmungen verpflichtet, ein starkes Risikomanagement zu unterhalten und eine gute Governance vorzuweisen. Ein Vorsorgewerk muss deshalb möglicherweise einen Teil seiner Verbindlichkeiten reduzieren, indem er mit einem Versicherer eine Vereinbarung über die Zahlung dieser zukünftigen Verbindlichkeiten abschliesst. Es handelt sich dabei um eine finanzielle Absicherung gegen potenzielle Risiken in der Zukunft. Solche Vereinbarungen werden in der Regel durch Absicherungsansätze implementiert.

ÜBERLEGUNGEN ZU ABSICHERUNGSANSÄTZEN

Wenn Sie einen Risikotransfer zwischen zwei Parteien mit Hilfe eines Versicherungs­vertrags anstreben, bei dem die Langlebigkeit über eine Versicherung an einen Rückversicherer übertragen wird, ist es wahrscheinlich, dass eine Partei einen «Best Practice»-Ansatz einfordert. Je nach Struktur des Vorsorgewerks werden die Sicher­heiten zur Deckung von Gebühren und manchmal auch zur Deckung von abweichen­den Lebenserwartungen verwendet, weshalb ein Verwalter für diese Sicherheiten benötigt wird. Dieser soll die Vermögenswerte unabhängig halten und neutral zwischen den Parteien vermitteln. In der Regel gibt es zwei Fälle, die in diesem Zusammenhang erwähnt werden können:

  1. Sicherheiten bei Abweichungen

In diesem Fall wechseln die Sicherheiten, weil Rentner länger oder kürzer leben als ursprünglich angenommen. Die Sicherheiten werden auf der Grundlage des sich regelmässig ändernden Swap-Werts zwischen den Parteien transferiert. Oftmals wird dies mit einem Titel-Transfer implementiert.

  1. Gebühren-Sicherheiten

Bei diesem Fall handelt es sich einfach um die Absicherung der Gebührenverein­barung zwischen den an der Transaktion beteiligten Parteien. Die Struktur wird die Interessen aller Parteien widerspiegeln. Absicherungsansätze werden auch appliziert, um Vermögenswerte als Vorsichtsmassnahme gegen den Ausfall des Versicherers zu schützen. Der Versicherer kann zwar autonom investieren, doch werden die fixierten Vermögenswerte abgetrennt und verbleiben im Eigentum der ursprünglichen Partei, also etwa einer Pensionskasse. Dies bedeutet, dass das Vorsorgewerk bei einer Notlage des Versicherers seine Vermögenswerte zurückerhalten kann, anstatt das Risiko einzugehen, neben anderen als Gläubiger auftreten zu müssen.

Die Verwaltung von Sicherheiten lässt sich in mehrere Komponenten aufteilen:

EINRICHTUNG DES KONTOS

Die Vorbereitung und Bewertung von Vermögenswerten für eine Sicherheits­transaktion erfordert Zeit. Ausserdem sind die zugrunde liegenden Versicherungs­verträge oftmals preissensitiv. Wenn Sie den Prozess so weit wie möglich im Voraus beginnen und alle Parteien so früh wie möglich zusammenbringen, befinden Sie sich mit grösserer Wahrscheinlichkeit in einer starken Position, insbesondere wenn Sie später auf Preisanpassungen reagieren müssen.

Sie müssen sich überlegen, woraus Ihre Sicherheiten bestehen und wie Sie diese bereitstellen wollen. Es gilt auch zu überlegen, welche Art von Konto Sie eröffnen wollen. Segregierte Sicherheitskonten (Segregated Collateral Accounts, SCAs) unterscheiden sich von Standard-Konten dadurch, dass sie einem Kunden die Möglichkeit bieten, Bargeld und Wertpapiere zu halten, die bloss als Sicherheiten verpfändet sind und nicht bei der Gegenpartei liegen. Im Gegensatz zu Standard-Konten sind die Vermögenswerte auf einem SCA an eine dritte Partei verpfändet, die ihrerseits im Rahmen eines Account Control Agreements bestimmte Bewegungen vornehmen kann. Kommt eine der drei involvierten Parteien ihrer Verpflichtung nicht nach, kann einer Partei die ausschliessliche Kontrolle über die Vermögenswerte im SCA gewährt werden. Dadurch wird das Risiko gemindert, falls etwas schief geht.

DER OPERATIVE AUFBAU

Auf operativer Ebene ist es sehr wichtig, die Mechanismen der Sicherheiten-Verein­barung zu verstehen. Von zentraler Bedeutung ist die Frage, wie die Sicherheiten abgegolten werden, woher die Beträge kommen bzw. an wen sie überwiesen werden und wie unabhängige Bewertungen und Berechnungen vorgenommen werden.

Wenn es um die Bewegung von Vermögenswerten geht, stellt sich beispielsweise die Frage nach der Eignung bzw. Verfügbarkeit von Vermögenswerten. Vermögenswerte, die sich im Rahmen einer Sicherheiten-Vereinbarung leicht verschieben lassen, sind oft die besten und liquidesten, während viele der verfügbaren Vermögenswerte nicht nur schwieriger zu übertragen sind, sondern tendenziell auch eher weniger den Kriterien für den Einsatz oder das Ausschüttungsprofil entsprechen. Es kann auch andere Anforderungen an die zulässigen Vermögenswerte geben, etwa wenn sie im Rahmen eines LDI/CDI-Mandats verwaltet werden (Liability-Driven Investment / Cashflow-Driven Investment).

Eine weitere Überlegung betrifft den Zeitrahmen und die Art der Transaktion. Bei jeder Langlebigkeits-Transaktion ist beispielsweise das Lebenszyklus-Management ein wichtiger Faktor. Dieser hängt davon ab, wie zufrieden die Beteiligten mit ihren Vertragspartnern sind. Langlebigkeit kann einen sehr langen Zeithorizont haben, und damit kann eine Prämie einhergehen, welche an den Versicherer gezahlt wird.

Berichterstattung und Überwachung sind ebenfalls wichtig, um sicherzustellen, dass die Bewegungen der Vermögenswerte mit den vereinbarten Bewertungsprotokollen und/oder rechtlichen Vereinbarungen übereinstimmen. Laufende Bewertungen von Vermögenswerten für die Berichterstattung sind ein wichtiger Bestandteil des Pro­zesses, und alle Parteien müssen Aspekte wie die Häufigkeit der Bewertung (täglich, monatlich, vierteljährlich oder auf anderes) berücksichtigen, dies insbesondere auch im Zusammenhang mit Zins- und Inflationsrisiken.

DER RECHTLICHE RAHMEN

Nach der Einrichtung der Konten und der Klärung operativer Fragen müssen rechtliche Vereinbarungen getroffen werden. Zu diesen Vereinbarungen gehören Kontokontroll- und Verwahrungs-Verträge sowie Vereinbarungen über Sicherheiten und die Einhaltung von Vorschriften.

VON DER THEORIE ZUR UMSETZUNG

Ansätze zur Absicherung von Langlebigkeitsrisiken werden zwar traditionell von Vorsorgeeinrichtungen als Teil einer Risikominderungs-Strategie genutzt, sind aber für alle Bereiche des Asset Managements von Nutzen. Northern Trust unterstützt seine Kunden bei Transaktionen ihrer Sicherheiten auf vielfältige Weise – von der Berichterstattung über Vermögenswerte zur Verwahrung und Bewertung bis hin zum Risikomanagement und der Übertragung von Sicherheiten. Darüber hinaus verfügt Northern Trust über umfangreiche Erfahrungen als Verwalter von Sicherheiten und Custody-Anbieter speziell bei Langlebigkeits-Versicherungstransaktionen für zahl­reiche Kunden, welche meist unterschiedliche Bedürfnisse haben. Dies illustrieren folgende Fallstudien:

GEBÜHRENSICHERHEITEN – GETRENNTES KONTO

Was war das Problem?

Ein europäisches Vorsorgewerk entschied sich dafür, seine Verbindlichkeiten (Pensionszahlungsverpflichtungen gegenüber seinen früheren und aktuellen Mitar­beitern) durch den Abschluss eines Versicherungsvertrags mit einem europäischen Versicherer abzusichern. In diesem Fall würde der Versicherer dem Vorsorgewerk regelmässig Beträge zur Erfüllung seiner Verpflichtungen zahlen (gegen eine feste Gebühr).

Das Vorsorgewerk benötigte ein gesondertes Konto, um Sicherheiten zu halten, welche für die zwischen den beiden Parteien ausgetauschten «Gebührenvereinba­rungen» ausgewählt wurden. Es bedurfte auch eines Bevollmächtigten, der bei Bedarf Sicherheiten transferiert (in beide Richtungen). Darüber hinaus musste ein rechtlicher und operativer Rahmen geschaffen werden, der den Fall abdeckt, dass der Versicherungsanbieter seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt oder zahlungsunfähig wird. Dann würde das Vorsorgewerk die alleinige Kontrolle über die Vermögenswerte auf dem Sicherheitskonto einnehmen.

Wie wurde das Problem gelöst?

Es wurde ein Kontokontrollvertrag zwischen dem Vorsorgewerk (der abgesicherten Partei), der Versicherungsgesellschaft (der Gegenpartei) und einem Custodian ge­schlossen. Der Custodian wurde beauftragt, das Sicherheitenkonto einzurichten und zu führen und darüber hinaus eine passive Sicherheitenverwaltung durchzuführen. Auf diese Konten wurden auf Anweisung des Vorsorgewerks gebührenpflichtige Sicher­heiten, die den Bestimmungen des Kontokontrollvertrags unterliegen, transferiert. Das Vorsorgewerk profitierte davon, dass es sein Ziel – die Risikominderung – erreichte und gleichzeitig sein Risiko gegenüber des von ihm beauftragten Versicherers mindern konnte.

LÖSUNG FÜR AKTIVES SICHERHEITEN-MANAGEMENT BEI SCHÄDEN

Was war das Problem?

Ein europäisches Vorsorgewerk wollte das bestehende Langlebigkeitsrisiko durch den Abschluss einer entsprechenden Swap-Vereinbarung mit einem globalen Versicherer abdecken. Der globale Versicherer wiederum vermittelte das komplette Risiko auf einer «Pass-Through»-Basis an einen globalen Rückversicherer, der seinerseits Rückversicherungskapital bereitstellte. Das Ziel der Transaktion bestand darin, das Vorsorgewerk vor dem Risiko zu schützen, dass die Versicherten oder ihre Angehö­rigen länger leben als statistisch erwartet. Die Transaktion wurde so zugeschnitten, dass sie die Hauptanforderungen der Verwaltung erfüllt – nämlich Maximierung der Flexibilität, Kontrolle und Sicherheit bei gleichzeitiger Minimierung von Kosten, Governance-Aufwendungen und operativer Belastung. Dies erforderte eine Verein­barung, welche die Risikoverminderung adressierte. Vertragspartner des Vorsorge­werks war die Rückversicherungsgesellschaft. Ein Custodian wurde beauftragt, Vermögenswerte auf ein zuvor eröffnetes Sicherheitenkonto zu transferieren und ein aktives Sicherheiten-Management zu betreiben. Dazu gehörte auch die Festlegung, welche Vermögenswerte per Eigentumsübertragung aus dem segregierten Sicher­heitenkonto verschoben werden konnten (in beide Richtungen).

Wie wurde das Problem gelöst?

Es wurde eine Vereinbarung zwischen dem Vorsorgewerk und der Rückversiche­rungsgesellschaft (als Gegenpartei) sowie einem Custodian getroffen, und die Strukturierung wurde erfolgreich aufgesetzt. In diesem Fall handelte es sich um ein aktives Sicherheiten-Management, das sich einerseits auf die Entwicklung der Swap-Sicherheiten stützte (welche aufgrund der Tatsache, dass die Rentner länger oder kürzer leben als ursprünglich angenommen, an die veränderte Bewertung des Swaps gekoppelt sind) und anderseits auch die Entwicklung der Gebührensicherheiten beinhaltete. Im Rahmen der aktiven Sicherheitenverwaltung erhielt das Vorsorgewerk auch Unterstützung im operativen Bereich. Dabei wurde festgelegt, wann und in welcher Höhe Sicherheiten übertragen werden sollten, und die zu übertragenden Vermögenswerte wurden so ausgewählt, dass sie den Vorgaben entsprachen und die Ziele des Vorsorgewerks bezüglich Nutzung des Vermögens erfüllten. Das Vorsorgewerk hat sein Ziel erfolgreich erreicht, nämlich sein inhärentes Langlebig­keitsrisiko zu mindern und gleichzeitig seine Kosten zu senken.

LÖSUNG FÜR AKTIVES SICHERHEITEN-MANAGEMENT BEI ABWEICHUNGEN – MIT RETROZEDIERUNG

Was war das Problem?

Eine der weltweit grössten Rückversicherungsgesellschaften schloss mit einem europäischen Versicherer einen Vertrag zum Abbau des Langlebigkeitsrisikos ab. Die Rückversicherungsgesellschaft wollte auch eine Lösung für die Retrozedierung (Weiterübertragung) eines Teils der Risiken, die sie von ihrem Kunden übernommen hatte, und zwar an einen weiteren europäischen Versicherer. Sie benötigte eine erfahrene Depotbank bzw. Sicherheiten-Verwalterin, welche die Sicherheiten auf einem gut beschützten Konto verwahrt und die Bewegungen der Sicherheiten zwischen den vier Parteien mittels Eigentumsübertragung aktiv verwaltet.

Wie wurde das Problem gelöst?

Es wurde eine rechtliche Vereinbarung getroffen, welche die Rollen aller vier Parteien abdeckte. Die Struktur umfasste ein aktives Sicherheiten-Management, das sowohl Veränderungen der Swap-Sicherheiten (die Swap-Bewertungen ändern sich ja aufgrund der Tatsache, dass die Rentner länger oder kürzer leben als ursprünglich angenommen) als auch Veränderungen der Gebühren-Sicherheiten und Weiterlei­tungs-Zeitpunkte an die Lebensversicherungsgesellschaft beinhaltete. Wie schon in der Fallstudie 2, profitierte das Vorsorgewerk von einem aktiven Sicherheiten-Management, das operative Aspekte wie etwa Trigger zur Umschichtung von Sicherheiten, die Transferkosten oder die Auswahl von Vermögenswerten beachtete. Damit wurden nicht nur die Vorgaben eingehalten, sondern auch die Ziele des Vorsorgewerks bezüglich Nutzung des Vermögens. Die Rückversicherungsgesell­schaft hat das Ziel einer angemessenen Lösung für das Sicherheiten-Management in ihrem Langlebigkeitsgeschäft erfolgreich erreicht.

ZUSAMMENFASSUNG

Absicherungsansätze müssen weder unerschwinglich teuer sein, noch müssen sie eine Vielzahl von Schutzmechanismen aufweisen – es sei denn, diese sind für eine komplexe Transaktion erforderlich. Der Prozess der Verwaltung langfristiger Sicher­heiten kann durch frühzeitige Integration, akribische Vorbereitung und Beteiligung aller Parteien im Projektlebenszyklus vereinfacht werden.

ÜBER NORTHERN TRUST

Die EMEA Asset Owner Group von Northern Trust offeriert Dienstleistungen für mehr als 330 Kunden mit einem verwahrten Vermögen von über 2540 Mrd. USD (Stand: 31. Dezember 2021) in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Das Unternehmen konzen­triert sich auf den flexiblen Support von Front- und Back-Office-Anforderungen von Pensionskassen, Versicherungen, gemeinnützigen Organisationen, Zentralbanken, Staatsfonds und anderen zwischenstaatlichen Einrichtungen im ganzen EMEA-Gebiet.

Das Angebot von Northern Trust Capital Markets im Bereich der Wertschriften­finanzierung bietet eine Reihe integrierter Funktionen für die Bereiche Securities & Lending, Finanzierung sowie Liquiditäts- und Sicherheiten-Lösungen für eine sinnvolle Portfolio-Optimierung.

 


1. Quelle: De-risking Report 2022, Willis Towers Watson, January 2022

Mark Austin

Head of Asset Owners, UK, and Pensions and Insurance Executive, Europe
Mark is head of Asset Owners, UK, and Pensions and Insurance Executive, Europe with a 35-year background in the management and administration of retirement assets.

RELATED ARTICLES

Upgrading to a centralized data platform that provides real-time views can empower investors to leverage their assets and seize new opportunities to boost portfolio returns.

© 2022 Northern Trust Corporation. Head Office: 50 South La Salle Street, Chicago, Illinois 60603 U.S.A. Incorporated with limited liability as an Illinois corporation under number 0014019. Products and services provided by subsidiaries of Northern Trust Corporation may vary in different markets and are offered in accordance with local regulation. This material is directed to professional clients only and is not intended for retail clients. For Asia-Pacific markets, it is directed to expert, institutional, professional and wholesale clients or investors only and should not be relied upon by retail clients or investors. For legal and regulatory information about our offices and legal entities, visit northerntrust.com/disclosures. The following information is provided to comply with local disclosure requirements: The Northern Trust Company, London Branch, Northern Trust Global Investments Limited, Northern Trust Securities LLP and Northern Trust Investor Services Limited, 50 Bank Street, London E14 5NT. Northern Trust Global Services SE, 10 rue du Château d’Eau, L-3364 Leudelange, Grand-Duché de Luxembourg, incorporated with limited liability in Luxembourg at the RCS under number B232281; Northern Trust Global Services SE UK Branch, 50 Bank Street, London E14 5NT; Northern Trust Global Services SE Sweden Bankfilial, Ingmar Bergmans gata 4, 1st Floor, 114 34 Stockholm, Sweden, registered with the Swedish Companies Registration Office (Sw. Bolagsverket) with registration number 516405-3786 and the Swedish Financial Supervisory Authority (Sw. Finansinspektionen) with institution number 11654; Northern Trust Global Services SE Netherlands Branch, Viñoly 7th floor, Claude Debussylaan 18 A, 1082 MD Amsterdam; Northern Trust Global Services SE Abu Dhabi Branch, registration Number 000000519 licenced by ADGM under FSRA # 160018; Northern Trust Global Services SE Norway Branch, 3rd Floor, Haakon VII's Gate 6, 0161 Oslo, Norway; Northern Trust Global Services SE, Leudelange, Luxembourg, Zweigniederlassung Basel is a branch of Northern Trust Global Services SE (itself authorised by the ECB and subject to the prudential supervision of the ECB and the CSSF). The Branch has its registered office at Grosspeter Tower, Grosspeteranlage 29, 4052 Basel, Switzerland, and is authorised and regulated by the Swiss Financial Market Supervisory Authority FINMA. The Northern Trust Company Saudi Arabia, PO Box 7508, Level 20, Kingdom Tower, Al Urubah Road, Olaya District, Riyadh, Kingdom of Saudi Arabia 11214-9597, a Saudi Joint Stock Company – Capital 52 million SAR. Regulated and Authorised by the Capital Market Authority License # 12163-26 CR 1010366439. Northern Trust (Guernsey) Limited (2651)/Northern Trust Fiduciary Services (Guernsey) Limited (29806)/Northern Trust International Fund Administration Services (Guernsey) Limited (15532) Registered Office: Trafalgar Court, Les Banques, St Peter Port, Guernsey GY1 3DA. Northern Trust International Fund Administration Services (Ireland) Limited (160579) / Northern Trust Fiduciary Services (Ireland) Limited (161386),  Registered Office: Georges Court, 54-62 Townsend Street, Dublin 2, D02 R156, Ireland.